ixCMF im Umfeld einer Simulation von Supply Netzwerken I

Im Auftrag eines Supply Chain Beraters entwickelt die Fa. anracon zur Zeit Prototypen zur Durchführung von logischen und statistischen Analysen von Supply Netzwerken und zur zeitabhängigen Simulation solcher Netze.

Komplexe Netzwerke in mehreren Dimensionen

"Supply Chain"-Prozesse entfalten sich heute weniger als einzelne lineare Ketten, sondern als Prozesse in komplexen Netzwerke aus verzahnten Pfadsegmenten und verarbeitenden Einheiten für die Transformation von Zwischenprodukten. Dabei spielen die Zeitabhängigkeit der Erzeugung von Zwischen- und Endprodukten sowie die Zeitabhängigkeit des zugehörigen Transportes eine entscheidende Rolle.

Die Rückberechnung von Konsequenzen aus Kunden-Anforderungen auf die zeitgerechte Produktion im Supply Netzwerk erfordert zeitabhängige Simulationen von Netzen, die nur im Ein- und Ausgangsbereich baumartigen Strukturen ähneln. Im Hauptbereich entsprechen moderne Supply Netze vielmehr voll entwickelten Netzwerken mit Knoten, die auf vielfältige Weise miteinander verbundenen sein können.

Rückkopplungen erzeugter Zwischen-Produkte in bestimmte verarbeitende Knoten verkomplizieren die logische Struktur und heben "natürlich" erscheinende geometrische Knotenanordnungen, die sich auf die produzierenden Einheiten beziehen, hinsichtlich einer strukturellen, logischen Ordnung materialabhängiger Pfade auf. Den gleichen Effekt haben produktabhängige Zeitverschiebungen. Die logische Abfolgestruktur entspricht nicht mehr der physikalischen Knotenanordnung von Produktionseinheiten sondern tiefer liegenden Ordnungsstrukturen, deren Knoten Punkte einer komplexen, hoch entwickelten mehrdimensionalen Netzstruktur sind.

Entwicklung des Core-Algorithmus

Dr. Ralph Mönchmeyer ist z.Z. maßgeblich an der Entwicklung eines Core-Algorithmus zur logischen Analyse solcher Netzwerke, zur Simulation dynamischer Gleichgewichte zu vorgegebenen Produktionsniveaus und zur Simulation der Auswirkungen zeitlich veränderlicher Kundenanforderungen auf das Netz beteiligt. Das gesamte System wird zwar datenbankgestützt laufen; wesentliche Operationen werden jedoch auf komplexen Array-Strukturen im Speicher erfolgen. Hier kommt einerseits die Erfahrung von Dr. Mönchmeyer im Umgang mit komplexen numerischen Simulationen physikalischer Systeme als auch die Erfahrung mit weborientierten Spachen wie PHP zum Tragen.

Einsatz von PHP und ixCMF

Ungewöhnlich ist in diesem Zusammenhang der Einsatz von PHP 5. Sieht man als Ziel aber eine Software, die im Web später ggf. als SaaS angeboten werden soll, so bekommt diese Anforderung Sinn. Ferner spielen die guten Möglichkeiten von PHP zur Anbindung an Datenbanken, zur Darstellung von Webservices sowie zur Erzeugung von Grafiken eine Rolle.

Da PHP eine rel. "langsame" Sprache ist, ist auf Programmoptimierung und Performance großen Wert zu legen: Einfache realistische Netze enthalten bereits mehrere zehn-tausend unterschiedlicher Pfade zwischen Ausgangs- und Eingangsknoten. Erste Simulationsrechnungen zeigen, dass die erforderlichen Zeiten zur Analyse und Simulation auch ohne künstliches Threading und Parallelisierung auf Webservern bereits im gewünschten Zielkorridor liegen.

Was hat das Ganze mit ixCMF zu tun?

Bzgl. der Kernalgorithmen fast nichts. ixCMF hilft jedoch bereits jetzt bei der strukturierten Verwaltung von Parameter- und Strukturtabellen und der webbasierten Darstellung von Ergebnistabellen. Ferner wird die Veränderung von Schlüsselwerten für Vergleichssimulationen erleichtert.

In späteren Ausbaustadien wird ixCMF jedoch eine Rolle bei der Erzeugung kundenspezifischer Webseiten und des Aufbaus eines generellen User-Interfaces zur Steuerung von Simulationsläufen spielen.

Unabhängig davon freuen wir uns, dass ixCMF schon heute die Handhabung der komplexen Tabellen, in denen die Struktur und Parameter des Supply Netzes erfasst werden, unterstützen kann.